MADE IN GERMANY - Vom Warnhinweis zum Gütesiegel

Neue Serie über Laufschuhe und Laufbekleidung aus Deutschland

LUNGE DER LAUFLADEN will seinen laufbegeisterten, naturverbundenen und anspruchsvollen Kunden nur das Beste bieten. Darum produzieren Ulf und Lars Lunge seit 2008 hochwertige Lauf- und Bequemschuhe in Mecklenburg-Vorpommern. Auch sonst gibt es im Sortiment der vier Läden immer Produkte, um sich von Kopf bis Fuss mit „Made in Germany“ einzukleiden. Die Kennzeichnung steht für hervorragende Qualität, hohe Maßstäbe an ethisch korrekte Arbeitsplätze, Beachtung des Umweltschutzes und Nachhaltigkeit. Das Erstaunliche daran: Diese angesehene Kennzeichnung wurde ursprünglich erfunden, um Verbraucher vor deutschen Produkten zu warnen.

Die Erklärung: Im 19. Jahrhundert führte England den Wirtschaftswandel in Europa von der Agrar- zur Industriegesellschaft an. So wurden z.B. in Sheffield Messer aus Gussstahl von hoher Qualität hergestellt. Doch in Großbritannien und seinen Kolonien tauchten immer mehr minderwertige Kopien aus Deutschland auf. Auf manchen war sogar "Sheffield made“ eingestanzt. Die britische Regierung entschied daher 1887, dass deutsche Waren mit dem Hinweis „Made in Germany“ gekennzeichnet werden mussten, um die Verbraucher vor den günstigeren, aber minderwertigen Qualität zu warnen. Vergleichbar ist der Hinweis mit der heutigen Kennzeichnung „Made in China“, die oft mit billiger, minderwertige Ware und Plagiaten in Verbindung gebracht wird.

Doch bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden deutsche Produkte wie Messer, Scheren, Kleidung, Spielzeug, Möbel, Werkzeuge, Bleistifte immer besser. "Made in Germany" war plötzlich ein Hinweis für gute Qualität, die im In- und Ausland gern gekauft wurde - die deutsche Wirtschaft erlebte ihren ersten Boom. Heute ist die Kennzeichnung des Herstellungslandes keine Pflicht mehr, aber „Made in Germany“ ein Schriftzug, auf den viele deutsche Unternehmen großen Wert legen.

Nach fast 30 Jahren Laufschuhverkauf wollten Ulf und Lars Lunge ihre Erfahrungen in eigene Produkte stecken. Seit 2007 produzieren sie daher in Düssin/Mecklenburg-Vorpommern vor den Toren Hamburgs Lauf- und Bequemschuhe. „Nach unserer langen Erfahrung mit dem Verkauf von Schuhen, die in Asien hergestellt wurden, wollten wir alle unsere Erkenntnisse in eigene Produkte fließen lassen und alle Teile optimieren. Wir legen Wert auf die spezielle Ergonomie bzw. die Abrollbewegung der Sohle, eine Einlage, die qualitativ einer orthöpadischen entspricht sowie feinste, schadstofffreie und zugleich leistungsfähige Materialien europäischer Hersteller. Darum entschieden wir uns auch für die Fertigung in Deutschland. Denn nur hier haben wir die Möglichkeit, die Qualität unserer Produkte zu steuern und können eigene Konstruktionen und Designs entwerfen. Und wir halten alle in Europa geltenden Normen und Gesetze ein. Das ist uns besonders in Bezug auf Mitarbeiter- und Umweltschutz wichtig“, erklärt Lars. Und Ulf ergänzt: „Dadurch sind unsere Schuhe im Vergleich zu denen aus Asien scheinbar teurer. Aber unsere schönen Materialien und die handwerkliche Machart rechtfertigen den Preis für immer mehr Kunden.“

LUNGE DER LAUFLADEN hat in allen vier Filialen auch andere Produkte „Made in Germany“ im Sortiment. Diese werden wir in unseren nächsten Ausgaben der Serie "Made in Germany" näher beleuchten:

Thonimara aus Thum im Erzgebirge (Sachsen) stellt dort Funktionsshirts, Laufhosen und Windjacken her.

Falke mit Sitz in Schmallenberg im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) fertigt Socken und Laufbekleidung in Deutschland, aber auch in Portugal, Österreich, Ungarn, Serbien und Südafrika.

CEP fertigt seine Kompressionsstrümpfe in Bayreuth (Bayern).

Ultra Sports mit Sitz in Kusterdingen (Baden-Württemberg) lässt in Deutschland Nahrungsergänzungsmittel speziell für Sportler produzieren.