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Massagen

Massagen als Regenerationsmethode

Was bedeutet „Massage“?


Eine Massage dient der mechanischen Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnungs, Zug- und Druckreize. Bei einer Massage wird nicht nur die behandelte Stelle beeinflusst, die Wirkung erstreckt sich über den ganzen Körper einschließlich der Psyche.


Woher kommt die „Massage“?


Die Anwendung von Massagen zur Heilung hat ihren Ursprung vermutlich im Osten Afrikas und Asiens. Der Chinese Huang Di beschrieb im Jahre 2600 v. Chr. die ersten Massagehandgriffe und gymnastischen Übungen. In der indischen Gesundheitslehre und Heilkunst, dem „Ayurveda“, wurden schon früh Kräuter und ätherische Öle angewendet. Nach Europa fand die Massage ihren Weg über den griechischen Arzt Hippokrates (460–375 v. Chr.). Der vertiefte seine Erkenntnisse und brachte sie zu Papier. Im 16. Jahrhundert wurde die Massage durch den Arzt und Alchemisten Paracelsus (1493–1541) dann Thema in der Medizin. In der modernen Medizin etabliert wurde die Massage durch den französischen Arzt Ambroise Paré (1510–1590). Heutzutage werden Massagen nicht nur von Ärzten ausgeführt, sondern vor allem von Masseuren und Physiotherapeuten.


Wie wirkt eine Massage?


Die wichtigsten Wirkungsweisen:



  • durchblutungsfördernd

  • senkt den Blutdruck und die Pulsfrequenz

  • Muskelentspannung

  • Verklebungen und Narben werden gelöst

  • verbesserte Heilung bei Wunden

  • Linderung von Schmerzen

  • Einwirken auf innere Organe

  • psychische Entspannung

  • Stressreduzierung

  • Verbesserung des Zellstoffwechsels im Gewebe

  • Entspannung von Haut und Bindegewebe

  • Beeinflussung des vegetativen Nervensystems


Welche Massageformen gibt es? Hier einige Beispiele:



  • Klassische Massage als Teil-/Ganzkörpermassage

  • Ayurveda

  • Bürstenmassage

  • ganzheitliche Massage

  • InTouch-Massage

  • Klangmassage

  • Lomi Lomi Nui

  • Ölmassage

  • Lymphdrainage

  • Shiatsu

  • Sportmassage

  • TouchLife-Massage

  • Hot-Stone-Massage

  • dynamische neuromuskuläre Massagetherapie

  • Sportmassage


Was ist das Besondere an Sportmassagen?


Die Sportmassage wird zur Verbesserung sportlicher Leistungen eingesetzt und ist eine Ergänzung zur klassischen Massage. Speziell bei der Sportmassage wird die Massage kräftiger durchgeführt und so der Körper auf eine bevorstehende körperliche Beanspruchung vorbereitet und durchblutet. Während des Sports entstandene Krämpfe können mit den Dehnungsgriffen, die zur Sportmassage gehören, behandelt werden. Nach dem Sport wird lockernd massiert, um die Regeneration zu fördern.


Die Wirkung der Sportmassage


Die Sportmassage ist ideal für Menschen, die fit und sportlich aktiv sind. Sie bringt die stark stimulierten Muskeln nach dem Training zur Ruhe, regt die Durchblutung an und verringert dadurch die Regenerationszeit des Körpers und beugt Muskelkater vor. Sie wirkt Muskelverhärtungen und -verkürzungen entgegen und vermindert das Risiko von Muskelverklebungen. Nicht zu vergessen ist der entspannende und wohltuende Effekt dieser Art von Massage. Bei der Sportmassage wird die Muskulatur tiefer geknetet, gerieben und intensiver ausgestrichen. Verspannungen und Verhärtungen werden gezielt bearbeitet. Muskeln werden zur Lockerung gedehnt, geschüttelt oder geklopft.Welche Kategorien einer Sportmassage gibt es?



  1. Trainingsmassage:
    Die Massage wird sanft begonnen und kann dann durch kräftigere Griffe, Kneten und Walken gesteigert werden.

  2. Vorbereitungsmassage:
    Diese Massage wird locker, leicht und wärmend durchgeführt. Der Körper wird nicht aktiv erwärmt, denn das soll durch das Laufen bzw. Stretchen geschehen.

  3. Zwischenmassage:
    Kurze, lockere, leichte Einsätze in den aktiven sportlichen Pausen.

  4. Erholungsmassage:
    Die Erholungsmassage erfolgt nach dem Spiel, Wettkampf oder Training. Das Ziel ist, dass sich Stoffwechselschlacken nicht im Gewebe festsetzen und rasch ausgeschieden werden. Die Massagetechniken sind dann sehr tiefenwirksam und rückflussfördernd. Ein heißes Bad vorher kann die Erholungsmassage sehr gut unterstützen. Die Erholungsmassage kann auch am ganzen Körper stattfinden und soll die rasche Regeneration unterstützen.


Die Vorteile einer Sportmassage nach sportlicher Betätigung:



  • intensiviert den „Cool-down-Effekt“

  • psychische und physische Wohltat

  • verbesserte Sauerstoffaufnahme in der Muskulatur

  • Muskelbeschwerden werden vermindert

  • Regulierung des Muskeltonus

  • Elastizität der Muskulatur wird verbessert

  • lockert die verspannten Muskeln

  • macht schneller wieder fit und leistungsfähig

  • Laktat und andere Stoffwechselendprodukte werden besser abtransportiert

  • Schmerzen werden gelindert oder sogar beseitigt


Wann darf die Sportmassage nicht angewendet werden?



  • bei frischen Verletzungen

  • bei fiebrigen Erkrankungen und/oder entzündlichen Veränderungen

  • bei Krampfadern und bei bestehender Thrombosegefahr

  • Bei allgemeinen Erkrankungen wie Bluthochdruck sollte erst nach Rücksprache mit dem Arzt eine Sportmassage durchgeführt werden


Selbstmassage – das bringt Entspannung



Gesicht

Reiben Sie die Handflächen aneinander, damit sie warm werden. Legen Sie zunächst beide Hände auf die Stirn, streichen Sie dann mehrmals in kreisenden Bewegungen sanft über das Gesicht.


Schulter

Kneten Sie mit kräftigen Bewegungen der rechten Hand die linke Schulter zum Nacken hin und zurück. Anschließend massieren Sie in kreisenden Bewegungen von der Schulter zum Nacken und über das Schlüsselbein. Dann die Seite wechseln


Brustkorb

Klopfen Sie mit einer lockeren Faust und abwechselnd mit beiden Händen leicht über den Brustkorb. Das bringt die Thymusdrüse in Schwung und aktiviert das Immunsystem.


Arme und Hände

Klopfen Sie mit der lockeren Faust über die Arm-Innenseite von der Achselhöhle bis zu den Fingerspitzen und über die Arm-Außenseite zurück. Mehrmals wiederholen. Mit langen Bewegungen ausstreichen, über die Außenseite zurück. Seite wechseln


Rücken und Po

Formen Sie  lockere Fäuste und klopfen mit beiden Händen rechts und links von der Wirbelsäule in Höhe von Lende und Gesäß


Bauch

Massieren Sie mit langsamen, kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn mit dem Nabel als Mittelpunkt


Beine

Klopfen Sie die Bein-Außenseiten von der Hüfte bis zu den Zehen ab, gehen Sie auf der Innenseite zurück. Anschließend in langen Bewegungen ausstreichen


Füße

Verteilen Sie mit kräftigen Bewegungen Fußcreme über Fußrücken und -sohle. Den gesamten Fuß mit beiden Daumen kräftig kneten. Massieren Sie die Zehenzwischenräume und jeden Zeh einzeln. Streichen Sie mit den Fingern einer geballten Faust kräftig die Fußsohlen aus. Kneten Sie auch die Fußgelenke, indem Sie sie mit den Händen festhalten und hin und her bewegen. Probieren Sie auch eine Fußmassage mithilfe von Igelbällen oder einer „Blackroll-Massagerolle“