Made in Germany: UltraSPORTS - Nahrungsergänzungsmittel von Dr. Feil

2. Teil unserer Serie über Laufschuhe, Bekleidung und Zubehör aus Deutschland

In unserem ersten Blog-Artikel behandelten wir bereits die Entstehung und Geschichte des Begriffs "Made in Germany", der sich von einem Warnhinweis zu einem international anerkannten Qualitätssiegel entwickelte. Unsere eigenen, in Deutschland produzierten Lauf- und Bequemschuhe verkörpern genau das, was hinter diesem Begriff steht: hervorragende Qualität, hohe Maßstäbe an ethisch korrekte Arbeitsplätze sowie Beachtung des Umweltschutzes und Nachhaltigkeit.

Die auch bei LUNGE DER LAUFLADEN erhältlichen Nahrungsergänzungsmittel der Firma ultraSPORTS von Dr. Wolfgang Feil (Jahrgang 1959) gehören zu dieser Kategorie "Made in Germany". Ihren Sitz hat ultraSPORTS in Kusterdingen (Kreis Tübingen) und beschäftigt 28 Mitarbeiter. Dr. Feil ist aber auch Mitinitiator von Deutschlands derzeit größten Laufbewegung „Lauf geht’s – vom Sofa runter zum Halbmarathon“. Hier unser Interview mit dem engagierten Lauf- und Ernährungsspezialisten:

Wie kamst Du auf die Idee, Nahrungsergänzungsmittel für Sportler herzustellen?

Bereits in den 1990er Jahren betreute ich mehrere Spitzensportler und Fußballvereine im Bereich der Ernährung. Aus meinem Studium der Sportwissenschaft und der Biologie an den Unis Tübingen und Stony Brook/New York) wusste ich, dass Sportler nicht nur Kohlenhydrat-Getränke brauchen, sondern auch Sport-Getränke mit Eiweiß, um die Leistungsfähigkeit zu unterstützen. Und das sowohl während der Anstrengung als auch hinterher für die Regeneration.

Was waren Deine ersten eigenen Präparate?

Die Sportgetränke Buffer und Refresher sowie der ultraBar waren die ersten.

Wie hat sich die Palette dann weiterentwickelt?

Danach habe ich Gels entwickelt, immer auch zusätzlich zu den Kohlenhydraten mit Eiweiß und mit entzündungssenkenden Pflanzenextrakten. Da viele Sportler eine Kräftigung von Sehnen, Bänder und Gelenken brauchen, brachten wir dann die ultraPROTECT Produkte auf den Markt. Die neueste Entwicklung sind die Greens-Ausdauerkapseln. Hier sind alle Nährstoffe vereint, die die Bildung der Mitochondrien verbessern. Damit kann die körpereigene Ausdauerentwicklung entscheidend unterstützt werden.


Und was kommt demnächst?

Aktuell haben wir eine 10-Tage-Abnehm-Kur zur Aktivierung des Fettstoffwechsels inklusive online-Betreuung entwickelt. Außerdem haben wir angefangen, die Ernährung an den Trainingsplan anzupassen. Sportler können uns ihren Trainingsplan online schicken und wir sagen dann, wann man kohlenhydratreich (EAT HIGH), wann kohlenhydratarm (EAT LOW) essen sollte und wann mit intermittierendem Fasten Reize zu setzen sind. Und auch, wann am besten die ausdauerfördernden Nährstoffe zu nehmen sind. Diese Periodisierung und Anpassung der Ernährung ans Training erhöht die Ausdauer enorm.

Nahrungsergänzungsmittel werden meisten in Osteuropa, aber auch in England und den Niederlanden hergestellt. Warum lässt Du in Deutschland produzieren?

Die ultraSPORTS Produkte sind von der Rezeptur her derzeit die wirksamsten Sporternährungsprodukte. Meine neuesten Produkte, die Greens-Kapseln, habe ich wissenschaftlich so abgestimmt, dass alle wesentlichen Nährstoffe für eine verstärkte Fettverbrennung und Mitochondrienbildung enthalten sind, wodurch sich die Ausdauerleistung stark verbessern lässt. Wenn ich solche Spezialrezepturen entwickle, vertraue ich lieber einem deutschen Hersteller, den ich bei Herausforderungen auch schnell besuchen kann.

Was schätzt Du noch an „Made in Germany“?

Die Herstellung hier vor Ort bedeutet Sicherheit, Exaktheit und Sauberkeit. Die Herstellung in Deutschland ist für mich jedoch auch politisch wichtig: Wir garantieren faire Entlohnung für die geleistete Arbeit, und wir unterstützen das Land, in dem wir auch 90 % unserer Waren verkaufen. Wir lassen auch nicht nur die Endproduktion in Deutschland machen, sondern versuchen so viel wie möglich Pflanzenstoffe, die in Deutschland hergestellt wurden, zu verwenden, z.B. Ackerschachtelhalm, Ingwer, Brennnessel, Melisse usw.

Nimmst Du demnächst selbst an einem Wettkampf teil - als Betreuer oder aktiv?

Ich habe die derzeit größte Laufbewegung in Deutschland mit initiiert: „Lauf Geht’s – vom Sofa runter zum Halbmarathon“. Das sind in diesem Jahr über 3000 Teilnehmer in 12 Städten. Hier mache ich häufig den Schlussläufer und begleite alle ins Ziel. Für mich ist dies natürlich kein Wettkampf – aber ein Event,  das viel Energie und Begeisterung zurückgibt. Klassische Wettkämpfe mache ich derzeit keine.

Was bedeutet für Dich laufen?

Das ruhige Laufen aktiviert meinen Erholungsnerv, den Parasympathikus. Mir kommen dadurch viele neuen Ideen oder mir werden neue Zusammenhänge klar.

Wie bist Du zum Läufer geworden?

In der Jugend und als Student habe ich Handball gespielt. Da war ich Spezialist für Tempogegenstöße, aber als Kreisspieler körperlich zu schwach. Aufgrund meiner läuferischen Qualitäten habe ich mich dann der Läufergruppe der LAV Tübingen angeschlossen. Mit 48 Jahren bin ich dann meinen schnellsten Marathon in 2:55 gelaufen.

Wie sieht jetzt Dein Training aus?

Vielseitig: Ich laufe dreimal pro Woche, wobei ich immer ein Mobilisations- und Stabilisations-Programm einbaue. Außerdem gehe ich zweimal pro Woche Schwimmen, integriere in meinen Trainingsplan auch mindestens auch zwei Tabatas pro Woche und mache einmal pro Woche Krafttraining.

Wie hast Du früher trainiert und wie jetzt - und warum?

Früher habe ich, wie es damals üblich war, immer mit vollen Kohlenhydratspeichern trainiert. Jetzt stimme ich natürlich meine Ernährung auf das Training ab. Das meiste Training mache ich aus leeren Kohlenhydratspeichern. Eine Einheit pro Woche - der intensive Treppenlauf - wird jedoch aus vollen Speichern mit anschließender Sleep Low- Strategie gemacht. Außerdem lasse ich mehrmals pro Woche das Frühstück weg, um so die Wirkung des intermittierenden Fastens auf die Mitochondrienbildung zu haben. Ich lebe also meine Mitochondrienstrategie, die ich im neuen F-AS-T Buch 4.0 ausführlich beschrieben habe, und kann den Leistungsschub, der von dieser Strategie ausgeht, selbst spüren. Im Gegensatz zu früher trainiere ich am Wochenende nicht. Das Wochenende ist für Ausruhen und Auftanken ohne Termine reserviert.