LUNGE stellt vor: ADIDAS Adizero Adios Pro 5
Leichter, dynamischer und vor allem stabiler
Mit dem Adizero Adios Pro Evo 3 hat ADIDAS einen kompromisslosen Wettkampfschuh im Programm, der für die allermeisten Läuferinnen und Läufer allerdings kaum erhältlich ist. Spannender für den normalen Wettkampfalltag ist deshalb sein „kleiner Bruder“: der neue ADIDAS Adizero Adios Pro 5.
Die fünfte Generation des Carbon-Racers übernimmt Technologien aus dem Pro Evo 3, wurde gegenüber dem Adios Pro 4 deutlich überarbeitet und soll dabei einen Punkt verbessern, der beim Vorgänger nicht allen gefallen hat: die Stabilität.
ENERGYRIM statt ENERGYRODS: Das ist neu beim Adios Pro 5
Die wichtigste Veränderung steckt in der Mittelsohle. Die charakteristischen ‚Energyrods’ des Adios Pro 4 sind verschwunden. Stattdessen arbeitet ADIDAS beim Pro 5 mit dem neuen „Energyrim‘.
Dabei handelt es sich um eine mit Carbonfasern verstärkte Konstruktion, die außen durch die Mittelsohle verläuft. Dadurch kann ADIDAS direkt unter dem Fuß mehr ‚Lightstrike Pro‘ Dämpfungsschaum einsetzen. Gleichzeitig stabilisiert der ‚Energyrim‘ den Schuh und unterstützt den Vortrieb.
Auch die markante Aussparung des Vorgängers im Mittelfuß fällt weg. Der Fuß steht damit auf einer durchgängigeren Plattform. Genau das ist beim Laufen deutlich zu spüren.
ADIDAS gibt für den Adizero Adios Pro 5 gegenüber dem Vorgänger eine um 9 Prozent höhere Energierückgabe an. Gleichzeitig wurde das Gewicht kräftig reduziert: Mit durchschnittlich 177 Gramm in der Referenzgröße ist der Adizero Adios Pro 5 rund 23 Gramm beziehungsweise 12 Prozent leichter als der Adios Pro 4.
Mehr LIGHTSTRIKE PRO, mehr Bounce
Die neue Konstruktion schafft mehr Raum für den ‚Lightstrike Pro’ Schaum direkt unter dem Fuß. Das macht sich nicht nur beim Gewicht bemerkbar.
Der Fuß kann etwas stärker in die Mittelsohle einsinken, bevor der Schaum wieder zurückfedert. Vereinfacht gesagt: mehr Weg nach unten ermöglicht auch mehr Rückfederung nach oben. Das sorgt für das ausgeprägt dynamische, federnde Laufgefühl, das man von einem modernen Wettkampfschuh erwartet.
Interessant ist dabei, dass der Adizero Adios Pro 5 trotz dieses zusätzlichen Bounce stabiler wirkt als sein Vorgänger.
Stabiler als der Adios Pro 4
Genau dieser Punkt ist bei unseren ersten Testläufen besonders aufgefallen. Die Sohlenbreite in Vor- und Rückfuß hat sich gegenüber dem Pro 4 zwar nicht grundsätzlich verändert. Durch die neue Konstruktion ohne den starken Einschnitt im Mittelfuß fühlt sich der Schuh aber deutlich stabiler an.
Das Feedback unserer Kolleginnen und Kollegen aus der Filiale in Barmbek war entsprechend eindeutig: Der Adizero Adios Pro 5 vermittelt mehr Führung und Sicherheit als der Pro 4, ohne dabei an Dynamik einzubüßen. Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger wurde er sogar als dynamischer und schneller empfunden.
Gerade für Läuferinnen und Läufer, denen der Adios Pro 4 zu instabil war, könnte der Pro 5 deshalb interessant sein.
Nur noch 4 Millimeter Sprengung
Auch an der Geometrie hat ADIDAS gearbeitet. Die Fersenhöhe bleibt mit 39 Millimetern unverändert. Im Vorfuß wächst die Mittelsohle dagegen auf 35 Millimeter. Damit reduziert sich die Sprengung von bisher 6 auf jetzt 4 Millimeter.
Die Geometrie richtet sich damit besonders an Läuferinnen und Läufer, die über Mittel- und Vorfuß laufen. Durch die höhere Stabilität dürfte der Adizero Adios Pro 5 gleichzeitig aber für einen breiteren Kreis ambitionierter Läufer interessant werden als sein Vorgänger.
Neues LIGHTLOCK 2.0 Obermaterial
Überarbeitet wurde auch das Obermaterial. ‚Lightlock 2.0’ soll sich anschmiegsamer um den Fuß legen und gleichzeitig sicheren Halt bieten.
Gezielt platzierte Belüftungszonen, interne Verstärkungen und eine überarbeitete Fersenkonstruktion sollen Komfort und Stabilität verbessern, ohne unnötiges Gewicht mitzubringen.
Auch die Außensohle wurde neu konstruiert. ‚Lighttraxion“ wird mit Continental™ Gummi kombiniert, um möglichst wenig Gewicht mit gutem Grip auf Asphalt zu verbinden.
Für wen ist der ADIDAS Adizero Adios Pro 5 geeignet?
Der Adizero Adios Pro 5 bleibt ein kompromisslos auf Tempo ausgelegter Wettkampfschuh. Sein Revier sind schnelle Straßenläufe bis hin zum Marathon.
Interessant ist aber, dass ADIDAS ihn mit der fünften Generation offenbar etwas zugänglicher gemacht hat. Mehr Stabilität, eine geschlossenere Plattform und viel ‚Lightstrike Pro’ unter dem Fuß können auch Läuferinnen und Läufern entgegenkommen, die zwar von einem modernen Carbon-Racer profitieren möchten, mit sehr instabilen Superschuhen aber nicht gut zurechtkommen.
Das macht ihn nicht automatisch zum Schuh für jeden Laufstil. Gerade bei einem Wettkampfschuh mit Carbonkonstruktion, hoher Mittelsohle und nur 4 Millimetern Sprengung lohnt sich eine individuelle Anprobe besonders.
Adidas Adizero Adios Pro 5 – die Fakten
- Einsatzbereich: Wettkampf, schnelle Straßenläufe, Marathon
- Dämpfung: LIGHTSTRIKE PRO
- Carbonkonstruktion: ENERGYRIM
- Obermaterial: LIGHTLOCK 2.0
- Außensohle: LIGHTTRAXION mit Continental™ Gummi
- Sohlenhöhe: 39 mm Ferse / 35 mm Vorfuß
- Sprengung: 4 mm
- Gewicht: durchschnittlich 177 g in der ADIDAS-Referenzgröße
Unser erster Eindruck
Der Sprung vom Adios Pro 4 zum Adizero Adios Pro 5 ist mehr als ein kleines Modellupdate. Vor allem der Wechsel von den ‚Energyrods’ zum ‚Energyrim’ verändert den Charakter des Schuhs.
Der neue Adizero Adios Pro 5 ist leichter, reaktiv und auffallend dynamisch – gleichzeitig aber spürbar stabiler als sein Vorgänger. Und genau diese Kombination könnte ihn für viele ambitionierte Läuferinnen und Läufer besonders interessant machen.
Denn ein schneller Wettkampfschuh bringt wenig, wenn man sich darin nicht sicher fühlt. Beim Adizero Adios Pro 5 scheint ADIDAS Geschwindigkeit und Stabilität deutlich besser zusammenzubringen.
Wer wissen möchte, ob der neue Adizero Adios Pro 5 zum eigenen Laufstil und Wettkampfziel passt, kann ihn in unseren Filialen von LUNGE DER LAUFLADEN anprobieren und mit anderen aktuellen Wettkampfmodellen vergleichen.
Preis: 260 Euro
Vorgestellt von Sven
Sven arbeitet seit 2007 als Fachberater bei LUNGE DER LAUFLADEN und ist Filialleiter in Hamburg Bahrenfeld. Im Idealfall läuft er viermal pro Woche und kommt dabei auf 35 bis 40 Kilometer. Svens Fokus liegt eher auf der Mittelstrecke mit bis zu drei Einheiten Intervalltraining auf der Laufbahn. „Das Training ist zwar knackig anstrengend, dafür aber nicht allzu lang.“